Archiv der Kategorie: KameraPorn analog

Analoge Fotoapparate

Leica-Feeling dank Klebeband. Und Edding.

Eine Zorki ist keine Leica. Auch wenn sie so aussieht. Die Zorki 1 ist ein Leica-Klon aus russischer Fertigung, die können gut sein, müssen es aber nicht.
Es gibt bei Zorkis (und Kievs) eine hohe Serienstreuung, was die Qualität angeht. Interessanterweise habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass alte Kameras von diesen die besseren sind. Wer mehr über Zorkis wissen will, dem sei diese Seite von Guido Studer ans Herz gelegt.
Aber: auch wenn Zorkis qualitativ nicht an Leicas herankommen, so vermitteln sie doch bei der Handhabung echtes Cartier-Bresson-Feeling. Diese Messsucherkameras sind sehr kompakt und liegen einfach gut in der Hand. Und sie basieren auf eben DEM ikonischen Kameradesign aus den 30ern des letzten Jahrhunderts.

Meine Zorki 1c, vermutlich Baujahr 1953, fand ich beim „Nachtflohmarkt“ in Köln letzten Herbst.

Zorki 1c, ca. 1953

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Impossible Polaroid

Nein, ich habe nicht schon wieder eine neue Kamera erworben.

Ehrlich.

Die hatte ich schon sehr lange. Aber, mangels passender Filme, lag sie viele Jahre im Schrank. Die sind ihr auch nicht sonderlich gut bekommen. Die schwarze Belederung aus Kunststoff war total vergammelt und musste runter. An die Arbeit begab ich mich aber erst, als ich von  “The Impossible Project” erfuhr. Es gab also wieder Filme, mit denen ich diesen Klassiker befüllen konnte. Ein Abend wurde damit verbracht, die alte Plastikbelederung abzufummeln und mühselig die ganzen Klebereste zu entfernen. Danach hatte ich erst einmal genug.

Letztes Wochenende nun musste ich sowieso bei Phototec neue Fotochemie bestellen und entdeckte dabei, dass die dort auch die Filme von Impossible Project vertreiben. Da MUSSTE ich einfach einen mitbestellen. 17 Euro für ganze acht Aufnahmen. Aber egal, das war mir der Test wert. Typ: Color Shade Push SX.

Das war auch der Anlass, die Belederung zu ersetzen. Ich hatte noch Selbstklebefolie in Holzdekor, die klebt auch schon auf meinem Netbook. Passende Teile zurecht geschnitten, aufgeklebt – na ja. Die Folie ist zu dünn, die vorhandenen Unebenheiten und Schraubenköpfe drücken sich zu stark durch die sehr dünne Plastikfolie. Das wird also keine Dauerlösung. Aber für einen ersten Photowalk sollte das reichen.

Impossible Polaroid, still working
Polaroid SX-70 "Polasonic"

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Pure Cameraporn

Es wurde Zeit, hier ein paar mehr meiner Kameras zu präsentieren. Ich mag dunkle Hintergründe, also habe ich meinen Molton-Stoff ausgepackt und mir einen solchen aufgebaut. Die EOS 40D auf’s Stativ, Blitz mit einer Fong Lightsphere aufgesteckt, ein paar Blatt Papier als Reflektoren bereitgelegt und einfach ‘mal angefangen…

olympus_om2
Olympus OM-2

Dies ist zurzeit meine Lieblings-analog-SLR, die Olympus OM-2. Dafür habe ich noch ein Zuiko 35mm und ein Zuiko 35-70mm Objektiv. Und den Quick Auto 310 TTL-Blitz. Jaa, die konnte schon TTL-Blitzen – als erste SLR überhaupt. Und ja, ich hätte die Kameras erst entstauben sollen.

Beim nächsten Mal, versprochen.
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Such, such!

Der ewig suchende Sucher. Gefunden habe ich ja schon einige, aber irgendetwas ist immer. Habe ich ja schon hier beschrieben. Da stimmt der Sucher, aber die Kamera ist analog. Auch schön, aber nicht immer. Dort stimmt das digitale System, aber der Sucher… na ja. Und ein Display als Sucher – ist für mich eben kein Sucher.
Jetzt kann ich das auch einmal zeigen: Mit der Kompaktknipse, direkt auf den Suchereinblick aufgesetzt, kriegt man brauchbare Eindrücke hin und so kann ich einige Spiegelreflexen vergleichen.

Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, sind alle Bilder auf den exakt gleichen Pixelwert beschnitten, sonst nicht weiter bearbeitet. Los geht’s mit der Sucherparade:

Sucherdurchblick: Olympus OM2
Sucherdurchblick: Olympus OM2

Den Anfang macht oben meine “Sucherreferenz”, eine Olympus OM-2 mit einem Sucher, der in den Siebzigern als einer der hellsten, klarsten und schärfsten galt. Standard-Einstellscheibe, Zuiko Auto-S 1,8 50mm.

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