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Friedhofsgesichter

Passend zu Halloween und Allerheiligen: eine Fotoserie mit Gesichtern von Statuen und Figuren auf dem Friedhof Melaten in Köln Ehrenfeld. Dass ich da gerne bin und fotografiere, kann man schon hier und hier nachlesen. Bei meinen Besuchen in den letzten beiden Jahren habe ich mich fotografisch meistens auf die Gesichter der Figuren dort beschränkt. Gerade auf Melaten findet man viele schon recht alte Figuren mit einer, wie ich finde, herrlichen Patina, tollen Strukturen und in verschiedenen Stadien des Verfalls.

Faces of Melaten
Klick auf das Bild führt zu meinem Album auf Flickr mit der Auswahl meiner Melaten-Gesichter

Da ich die Fotos aus der Serie über zwei Jahre geschossen habe, kamen auch unterschiedliche Kameras zum Einsatz. Sowohl meine Canon EOS 40D als auch ab Ende 2016 meine Sony a6000. Die Sony dann auch gerne mit adaptierten manuellen Objektiven, unter anderem mit einem Pentacon 2,8 135mm (nicht so gut) und mit einem Minolta MD-Rokkor 3,5 135 mm (sehr gut). Viel Spaß!

 

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Das Fenster zum Hof

Zwei mal der Blick von meinem Balkon. Einen Mord habe ich hier nicht entdeckt. Der geneigte Leser wird sich schon gedacht haben, dass es mir auch gar nicht darum geht. Wie ich im Artikel hier bereits beschrieben habe, ist für mich und meinen Spaß am Fotografieren der Blick durch den Sucher sehr wichtig. Ich bin eben der Sucher- und nicht der Rückwand-Display-Typ.

Mittlerweile fotografiere ich digital mit einer Sony Alpha a6000. Die hat einen elektronischen Sucher. Bis auf die Auflösung, die noch etwas besser sein könnte, bin ich damit sehr zufrieden. Was mich an meiner treuen Canon EOS 40D so gestört hat, war, dass ich immer den Eindruck hatte, durch ein Schlüsselloch zu schauen. In meinem alten Blogbeitrag habe ich das ja ausführlich beschrieben. Deshalb hier, quasi als Nachschlag, der fotografierte Blick durch die Sucher meiner Sony und meiner Canon. Beide Fotos sind mit den gleichen Einstellungen unter gleichen Bedingungen mit derselben Kamera entstanden und auf exakt die gleiche Bildgröße beschnitten. Die beiden Fotos bieten also, im Rahmen meiner Möglickeiten, die beste Visualisierung des Eindrucks, wenn man durch die beiden Sucher schaut, besonders, was die Größe des Sucherbildes angeht. Hier punktet die Sony klar.

Das Fenster zum Hof
Der Blick durch den Sucher der Sony
Das Fenster zum Hof
…und durch den Sucher der Canon

Und hier punktet die Kamera auch klar bei mir: Das ist eben kein Blick mehr durch ein Schlüsselloch. Natürlich schaue ich hier auch „nur“ auf ein Display. Aber das macht den elektronischen Sucher nicht per se schlecht. Mir gefällt das gebotene „Suchererlebnis“, um meinen Begriff aus diesem Beitrag wieder aufzunehmen. Und so ein elektronischer Sucher bietet viele Möglichkeiten: die rot hervorgehobenen Linien und Punkte in dem Foto des Sony-Sucherbildes sind die sogenannte Kantenanhebung (auch „Focus Peaking“ genannt), eine Fokussierhilfe für manuelles Fokussieren. Das klappt auch ganz hervorragend mit den von mir so gerne genutzten (und aufgrund meiner analogen Sammlung auch zahlreich vorhandenen) Objektiven aus der analogen Film-Ära. Während der Aufnahme war ein Minolta MD-Rokkor 1,7 50mm über einen simplen (und billigen) Adapter montiert. Die Möglichkeit, alte Linsen so einfach zu adaptieren und wirklich gut nutzen zu können ist ein weitere großer Vorteil so einer spiegellosen Systemkamera.

Jimmy Stewart verwendete einst in Hitchcocks Thriller „Das Fenster zum Hof“ für seine spannende Spannerei ein „Heinz Kilfitt Tele-Kinar 5,6 400mm“. Selbst dafür gibt es sogar noch passende Adapter für die Sony.

Und: Nein, auch damit würde ich nicht meine Nachbarn bespannen. Da schaue ich mir lieber noch einmal den Hitchcock-Klassiker an.

Die Engel von Melaten

Der Herbst verwöhnt uns in diesem Jahr mit viel Sonne. Tolles Licht für strahlende Herbstfarben. Und der Herbst ist auch immer die Zeit, mich an eine der schönsten Locations hier in der Gegend zu erinnern: Den Melatenfriedhof. Der ist wirklich wunderschön und hat tausend Gesichter, die sich alle im Lauf der Jahreszeiten ständig ändern. Ecken, die wie ein verwunschener Märchenwald wirken wechseln sich ab mit pompösen Grabstellen der Kölner Prominenz aus mehreren Jahrhunderten und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna, wie man sie auf einem Friedhof vielleicht nicht unbedingt erwartet. Letztes Wochenende war ich wieder einmal auf Melaten unterwegs. Diesmal mit meiner digitalen SLR. Gerade in den letzten drei Jahren war ich hier auch viel mit meinen analogen Kameras unterwegs, aber das ist eine andere Geschichte.

Eigentlich wollte ich diesmal nicht die Engel von Melaten ablichten. Diese Engelsfiguren scheinen in einer bestimmten Epoche der Gräbermode besonders hip gewesen zu sein, denn man findet diese Statuen in unterschiedlichen Ausführungen an vielen Stellen auf dem Friedhof. Aber in diesem Licht der tiefstehenden Sonne kam die Patina und dezente Farbigkeit der Figuren, wie ich fand, besonders gut zur Geltung.

Infos rund um Melaten findet ihr auf der (privaten) Seite melatenfriedhof.de.

Bearbeitet sind die Fotos mit Canons DPP (das ist das von Canon mitgelieferte Tool zur Bearbeitung von RAW-Dateien). Das ist zwar längst nicht so mächtig wie Adobes Lightroom, funktioniert aber auch auf „schlappen“ Rechnern (wie meinem) sehr schnell. Außerdem will ich (meistens) ja kein Kunstwerk der digitalen Nachbearbeitung ausstellen, sondern eben Fotos. Und dafür sind die Bearbeitungsmöglichkeiten in DPP dann allemal ausreichend.

In allen Bildern habe ich die Farbsättigung erhöht, nachgeschärft, Kontrast leicht erhöht und an den Lichtern und den Schatten gedreht. Teilweise leicht beschnitten und gerade gerückt.

Engel von Melaten
Engel von Melaten im herbstlichen Gegenlicht

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Robodonien 2011

Das es schon seit ein paar Jahren dieses Kölner Roboterfestival gibt, wusste ich. Dass das eigentlich genau mein Fall sein muss, war mir eigentlich schon klar. Trotzdem hat es bis zu diesem Jahr gedauert, dass ich endlich einmal dahin gefunden habe. Schon die Lage des Odonien-Geländes, eine Kreation des Künstlers Odo Rumpf, ist eine Besondere: An der Hornstraße mit Ausblick auf die größten Kölner Puffs und am Fuße einer S-Bahn-Linie. Und einmal im Jahr wird aus Odonien eben Robodonien. Internationale Künstler präsentieren ihre Roboter, Maschinen, Performances und Musik.

Wir betreten Robodonien

Und dies sind meine Impressionen…

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