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Das Fenster zum Hof

Zwei mal der Blick von meinem Balkon. Einen Mord habe ich hier nicht entdeckt. Der geneigte Leser wird sich schon gedacht haben, dass es mir auch gar nicht darum geht. Wie ich im Artikel hier bereits beschrieben habe, ist für mich und meinen Spaß am Fotografieren der Blick durch den Sucher sehr wichtig. Ich bin eben der Sucher- und nicht der Rückwand-Display-Typ.

Mittlerweile fotografiere ich digital mit einer Sony Alpha a6000. Die hat einen elektronischen Sucher. Bis auf die Auflösung, die noch etwas besser sein könnte, bin ich damit sehr zufrieden. Was mich an meiner treuen Canon EOS 40D so gestört hat, war, dass ich immer den Eindruck hatte, durch ein Schlüsselloch zu schauen. In meinem alten Blogbeitrag habe ich das ja ausführlich beschrieben. Deshalb hier, quasi als Nachschlag, der fotografierte Blick durch die Sucher meiner Sony und meiner Canon. Beide Fotos sind mit den gleichen Einstellungen unter gleichen Bedingungen mit derselben Kamera entstanden und auf exakt die gleiche Bildgröße beschnitten. Die beiden Fotos bieten also, im Rahmen meiner Möglickeiten, die beste Visualisierung des Eindrucks, wenn man durch die beiden Sucher schaut, besonders, was die Größe des Sucherbildes angeht. Hier punktet die Sony klar.

Das Fenster zum Hof
Der Blick durch den Sucher der Sony
Das Fenster zum Hof
…und durch den Sucher der Canon

Und hier punktet die Kamera auch klar bei mir: Das ist eben kein Blick mehr durch ein Schlüsselloch. Natürlich schaue ich hier auch „nur“ auf ein Display. Aber das macht den elektronischen Sucher nicht per se schlecht. Mir gefällt das gebotene „Suchererlebnis“, um meinen Begriff aus diesem Beitrag wieder aufzunehmen. Und so ein elektronischer Sucher bietet viele Möglichkeiten: die rot hervorgehobenen Linien und Punkte in dem Foto des Sony-Sucherbildes sind die sogenannte Kantenanhebung (auch „Focus Peaking“ genannt), eine Fokussierhilfe für manuelles Fokussieren. Das klappt auch ganz hervorragend mit den von mir so gerne genutzten (und aufgrund meiner analogen Sammlung auch zahlreich vorhandenen) Objektiven aus der analogen Film-Ära. Während der Aufnahme war ein Minolta MD-Rokkor 1,7 50mm über einen simplen (und billigen) Adapter montiert. Die Möglichkeit, alte Linsen so einfach zu adaptieren und wirklich gut nutzen zu können ist ein weitere großer Vorteil so einer spiegellosen Systemkamera.

Jimmy Stewart verwendete einst in Hitchcocks Thriller „Das Fenster zum Hof“ für seine spannende Spannerei ein „Heinz Kilfitt Tele-Kinar 5,6 400mm“. Selbst dafür gibt es sogar noch passende Adapter für die Sony.

Und: Nein, auch damit würde ich nicht meine Nachbarn bespannen. Da schaue ich mir lieber noch einmal den Hitchcock-Klassiker an.

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Such, such!

Der ewig suchende Sucher. Gefunden habe ich ja schon einige, aber irgendetwas ist immer. Habe ich ja schon hier beschrieben. Da stimmt der Sucher, aber die Kamera ist analog. Auch schön, aber nicht immer. Dort stimmt das digitale System, aber der Sucher… na ja. Und ein Display als Sucher – ist für mich eben kein Sucher.
Jetzt kann ich das auch einmal zeigen: Mit der Kompaktknipse, direkt auf den Suchereinblick aufgesetzt, kriegt man brauchbare Eindrücke hin und so kann ich einige Spiegelreflexen vergleichen.

Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, sind alle Bilder auf den exakt gleichen Pixelwert beschnitten, sonst nicht weiter bearbeitet. Los geht’s mit der Sucherparade:

Sucherdurchblick: Olympus OM2
Sucherdurchblick: Olympus OM2

Den Anfang macht oben meine „Sucherreferenz“, eine Olympus OM-2 mit einem Sucher, der in den Siebzigern als einer der hellsten, klarsten und schärfsten galt. Standard-Einstellscheibe, Zuiko Auto-S 1,8 50mm.

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