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Die Engel von Melaten

Der Herbst verwöhnt uns in diesem Jahr mit viel Sonne. Tolles Licht für strahlende Herbstfarben. Und der Herbst ist auch immer die Zeit, mich an eine der schönsten Locations hier in der Gegend zu erinnern: Den Melatenfriedhof. Der ist wirklich wunderschön und hat tausend Gesichter, die sich alle im Lauf der Jahreszeiten ständig ändern. Ecken, die wie ein verwunschener Märchenwald wirken wechseln sich ab mit pompösen Grabstellen der Kölner Prominenz aus mehreren Jahrhunderten und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna, wie man sie auf einem Friedhof vielleicht nicht unbedingt erwartet. Letztes Wochenende war ich wieder einmal auf Melaten unterwegs. Diesmal mit meiner digitalen SLR. Gerade in den letzten drei Jahren war ich hier auch viel mit meinen analogen Kameras unterwegs, aber das ist eine andere Geschichte.

Eigentlich wollte ich diesmal nicht die Engel von Melaten ablichten. Diese Engelsfiguren scheinen in einer bestimmten Epoche der Gräbermode besonders hip gewesen zu sein, denn man findet diese Statuen in unterschiedlichen Ausführungen an vielen Stellen auf dem Friedhof. Aber in diesem Licht der tiefstehenden Sonne kam die Patina und dezente Farbigkeit der Figuren, wie ich fand, besonders gut zur Geltung.

Infos rund um Melaten findet ihr auf der (privaten) Seite melatenfriedhof.de.

Bearbeitet sind die Fotos mit Canons DPP (das ist das von Canon mitgelieferte Tool zur Bearbeitung von RAW-Dateien). Das ist zwar längst nicht so mächtig wie Adobes Lightroom, funktioniert aber auch auf „schlappen“ Rechnern (wie meinem) sehr schnell. Außerdem will ich (meistens) ja kein Kunstwerk der digitalen Nachbearbeitung ausstellen, sondern eben Fotos. Und dafür sind die Bearbeitungsmöglichkeiten in DPP dann allemal ausreichend.

In allen Bildern habe ich die Farbsättigung erhöht, nachgeschärft, Kontrast leicht erhöht und an den Lichtern und den Schatten gedreht. Teilweise leicht beschnitten und gerade gerückt.

Engel von Melaten
Engel von Melaten im herbstlichen Gegenlicht

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Lächeln!

Das fiel mir in den letzten Tagen nicht schwer, denn dank Feiertag in NRW und folgendem Brückentag hatte ich Gelegenheit, mal wieder eine Rolle Schwarzweißfilm durch meine Olympus zu drehen. Der Donnerstag war vom Wetter auch besser als erwartet, so konnte ich ein paar Motive finden und abends, als der Sohnemann im Bett war, dann gleich den Agfa APX 100 in sein Bad aus Amaloco AM 74 tauchen.

Die Olympus hat sich erneut als mein Favorit unter meinen analogen bestätigt. Durch so einen Sucher zu schauen ist einfach eine Freude. Ich hatte mich bewusst nur für das 1,8 50mm entschieden, zum einem wollte ich keinen weiteren Kram schleppen, zum anderen mich ganz auf die Motivsuche konzentrieren. Hier nun ein paar von denen, die mir selbst gefallen.

Ein Schaufenster in Ehrenfeld:

Smile
Lächeln

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Impossible Polaroid

Nein, ich habe nicht schon wieder eine neue Kamera erworben.

Ehrlich.

Die hatte ich schon sehr lange. Aber, mangels passender Filme, lag sie viele Jahre im Schrank. Die sind ihr auch nicht sonderlich gut bekommen. Die schwarze Belederung aus Kunststoff war total vergammelt und musste runter. An die Arbeit begab ich mich aber erst, als ich von  „The Impossible Project“ erfuhr. Es gab also wieder Filme, mit denen ich diesen Klassiker befüllen konnte. Ein Abend wurde damit verbracht, die alte Plastikbelederung abzufummeln und mühselig die ganzen Klebereste zu entfernen. Danach hatte ich erst einmal genug.

Letztes Wochenende nun musste ich sowieso bei Phototec neue Fotochemie bestellen und entdeckte dabei, dass die dort auch die Filme von Impossible Project vertreiben. Da MUSSTE ich einfach einen mitbestellen. 17 Euro für ganze acht Aufnahmen. Aber egal, das war mir der Test wert. Typ: Color Shade Push SX.

Das war auch der Anlass, die Belederung zu ersetzen. Ich hatte noch Selbstklebefolie in Holzdekor, die klebt auch schon auf meinem Netbook. Passende Teile zurecht geschnitten, aufgeklebt – na ja. Die Folie ist zu dünn, die vorhandenen Unebenheiten und Schraubenköpfe drücken sich zu stark durch die sehr dünne Plastikfolie. Das wird also keine Dauerlösung. Aber für einen ersten Photowalk sollte das reichen.

Impossible Polaroid, still working
Polaroid SX-70 "Polasonic"

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Pure Cameraporn

Es wurde Zeit, hier ein paar mehr meiner Kameras zu präsentieren. Ich mag dunkle Hintergründe, also habe ich meinen Molton-Stoff ausgepackt und mir einen solchen aufgebaut. Die EOS 40D auf’s Stativ, Blitz mit einer Fong Lightsphere aufgesteckt, ein paar Blatt Papier als Reflektoren bereitgelegt und einfach ‚mal angefangen…

olympus_om2
Olympus OM-2

Dies ist zurzeit meine Lieblings-analog-SLR, die Olympus OM-2. Dafür habe ich noch ein Zuiko 35mm und ein Zuiko 35-70mm Objektiv. Und den Quick Auto 310 TTL-Blitz. Jaa, die konnte schon TTL-Blitzen – als erste SLR überhaupt. Und ja, ich hätte die Kameras erst entstauben sollen.

Beim nächsten Mal, versprochen.
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