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Das Ehrenfelder Straßenfest

Erst kommt das Ehrenfelder, dann das Lindenthaler und dann das Sülzer Straßenfest. Und dann ist der Sommer vorbei. Der Ablauf ist mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen.

Wobei diese Straßenfeste nun wirklich keine Pflichttermine sind. Schlagermucke, jede Menge Gestalten, bei denen ich mich frage, in welchen tageslichtfreien Behausungen die den Rest des Jahres verbringen. Und natürlich Kölsch, Würstchen und von unglaublich griesgrämigen Karussellschubsern bediente Kinderattraktionen. Etwas neues konnte ich hier in den letzten Jahren nirgends entdecken.

An diesem Wochenende startete der bunte Reigen hier bei uns in Ehrenfeld. Akuter Parkplatznotstand, da die Venloer Straße dafür natürlich komplett gesperrt werden muss. Selten so viele Knöllchenverteiler hier im Viertel gesehen…

Aber egal.

Da das Wetter wirklich super war, mit Sonnenschein, leichtem Wind und angenehmen Temperaturen, habe ich die Kamera (die DSLR) eingepackt und begab mich auf die Suche nach ein paar Motiven:

Ehrenfelder Straßenfest Venloer Straße
Clogs – Kommen die wieder?

Ich kann mich noch genau an das Geräusch erinnern, das diese Clogs machen – Ich hatte nie welche. Ich möchte auch jetzt keine. Aber waren die nicht ‚mal komplett von der Bildfläche verschwunden? Kommen die jetzt wieder? Oder waren die nie ganz weg?

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Schon wieder Friedhof

Nein, das war jetzt nicht so geplant. Am 1. Mai habe ich mir das erste Mal seit einigen Wochen meine DSLR eingepackt und bin los. Ich hatte sowieso nur rund zwei Stunden Zeit, die Sonne schien gerade, also einfach noch einmal, wie so oft, hin zum Melatenfriedhof. Erst als ich diesen durch den Seiteneingang betrat nahm ich mir vor, diesmal nach Geisichtern und Figuren Ausschau zu halten, ihren Ausdruck und die verschiedenen Materialien und Texturen zur Geltung zu bringen. Nein, nicht Besucher sind hier gemeint, auf einem Friedhof gibt es genug Engel, Marien, Putten und Jesusdarstellungen. Und diesmal wollte ich wirklich nicht nur die schon bekannten Engel von Melaten ablichten.

Vorhin bei der Bearbeitung habe ich mich für den quadratischen Bildzuschnitt für diese Serie entschieden. Um den Ausdruck der Figuren deutlicher zu machen musste ich sowieso beschneiden, auch war das 17-70 mm manchmal einfach zu kurz. Subjektiv finde ich, dass das Quadrat hier den Blick besser auf den wesentlichen Punkt lenkt.

Bearbeitung nur mit Canons DPP-Raw-Konverter.

Mal sehen…

Ich fange ‚mal mit den Darstellungen der Maria an. Hier ein Grabstein mit einer Relief-Maria, der durch den angewitterten Stein eine fotogene Materialstruktur entwickelt hat:

Angewittert

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Die Engel von Melaten

Der Herbst verwöhnt uns in diesem Jahr mit viel Sonne. Tolles Licht für strahlende Herbstfarben. Und der Herbst ist auch immer die Zeit, mich an eine der schönsten Locations hier in der Gegend zu erinnern: Den Melatenfriedhof. Der ist wirklich wunderschön und hat tausend Gesichter, die sich alle im Lauf der Jahreszeiten ständig ändern. Ecken, die wie ein verwunschener Märchenwald wirken wechseln sich ab mit pompösen Grabstellen der Kölner Prominenz aus mehreren Jahrhunderten und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna, wie man sie auf einem Friedhof vielleicht nicht unbedingt erwartet. Letztes Wochenende war ich wieder einmal auf Melaten unterwegs. Diesmal mit meiner digitalen SLR. Gerade in den letzten drei Jahren war ich hier auch viel mit meinen analogen Kameras unterwegs, aber das ist eine andere Geschichte.

Eigentlich wollte ich diesmal nicht die Engel von Melaten ablichten. Diese Engelsfiguren scheinen in einer bestimmten Epoche der Gräbermode besonders hip gewesen zu sein, denn man findet diese Statuen in unterschiedlichen Ausführungen an vielen Stellen auf dem Friedhof. Aber in diesem Licht der tiefstehenden Sonne kam die Patina und dezente Farbigkeit der Figuren, wie ich fand, besonders gut zur Geltung.

Infos rund um Melaten findet ihr auf der (privaten) Seite melatenfriedhof.de.

Bearbeitet sind die Fotos mit Canons DPP (das ist das von Canon mitgelieferte Tool zur Bearbeitung von RAW-Dateien). Das ist zwar längst nicht so mächtig wie Adobes Lightroom, funktioniert aber auch auf „schlappen“ Rechnern (wie meinem) sehr schnell. Außerdem will ich (meistens) ja kein Kunstwerk der digitalen Nachbearbeitung ausstellen, sondern eben Fotos. Und dafür sind die Bearbeitungsmöglichkeiten in DPP dann allemal ausreichend.

In allen Bildern habe ich die Farbsättigung erhöht, nachgeschärft, Kontrast leicht erhöht und an den Lichtern und den Schatten gedreht. Teilweise leicht beschnitten und gerade gerückt.

Engel von Melaten
Engel von Melaten im herbstlichen Gegenlicht

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Robodonien 2011

Das es schon seit ein paar Jahren dieses Kölner Roboterfestival gibt, wusste ich. Dass das eigentlich genau mein Fall sein muss, war mir eigentlich schon klar. Trotzdem hat es bis zu diesem Jahr gedauert, dass ich endlich einmal dahin gefunden habe. Schon die Lage des Odonien-Geländes, eine Kreation des Künstlers Odo Rumpf, ist eine Besondere: An der Hornstraße mit Ausblick auf die größten Kölner Puffs und am Fuße einer S-Bahn-Linie. Und einmal im Jahr wird aus Odonien eben Robodonien. Internationale Künstler präsentieren ihre Roboter, Maschinen, Performances und Musik.

Wir betreten Robodonien

Und dies sind meine Impressionen…

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